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Eatapple - Trinkhalme zum Anbeißen

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Foto: wisefood

Ich erzähle euch nichts Neues über das Plastikverbot der EU. Der Aufschrei am Anfang war riesig: Was? Strohhalme verbieten? Wie trinken wir nun aus unseren Cocktails, Eiskaffees, Smoothies, Eiweißshakes? Als Kind habe ich immer Blasen in meinen Kaba aka. Schokoladenmilch mit einem Strohhalm gepustet. Man, war das lustig. Doch nun ist Schluss damit, aus die Maus.

 

Naja, schauen wir uns die Konsequenzen von Plastikstrohhalme genauer an, damit wir das Verbot auch besser nachvollziehen können. 

 

Fakten

Ein paar erschütternde Plastikfakten habe ich schon im Artikel über Re-Athlete erwähnt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr die Zahlen noch wisst, geschweige auf den Link klickt, ist sehr gering. Deswegen tippe ich sie nochmal ab. 

 

Was glaubt ihr, wie viel Tonnen Plastik gelangen jährlich in unsere Meere? Eine Tonne? Fünf Tonnen? Nicht ganz. Laut WWF sind es ungefähr 13 Tonnen Plastikmüll, die wir jährlich ins Wasser kippen. Oder auch eine LKW-Ladung pro Minute. Im Pazifik hat sich schon eine Insel aus Plastik gebildet, die 4,5 mal so groß ist als Deutschland. Und wenn wir so weitermachen, dann wird es 2050 mehr Plastik als Fisch im Wasser geben. Good job an uns. Wir zerstören unseren eigenen Lebensraum - und zwar mit einem Gas, Vollgas.

 

Zurück zu den Strohhalmen. Wenn man das Plastik in den Meeren untersucht und besonders das, was an den Stränden gespült wird, findet man überwiegend Einwegprodukte. Darunter fallen auch Plastikstrohhalme. Deswegen: Weg mit Plastikstrohhalme und her mit nachhaltigen Alternativen. Yeah, die Kinder (vielleicht auch ich) können weiterhin in der Schokoladenmilch rumpusten und müssen auf den morgendlichen Spaß nicht verzichten.

 

Eatapple

Es gibt mehrere Alternativen für Strohhalme, doch besonders hat es mir Eatapple von wisefood angetan. Der Name verrät schon ziemlich viel. Die Halme bestehen aus Apfeltrester (Pressrückstände) und andere Fruchtbestandteile - und sind essbar. 

Zu Beginn hat wisefood mit dem Karlsruher Institut für Technologie mittels einer umgebauten Nudelmaschine 30 bis 40 Halme pro Tag hergestellt. Nachdem die Nachfrage immer mehr gestiegen ist, reichte die Nudelmaschine nicht mehr aus und das Start-Up suchte nach einer Alternative. Schließlich fanden sie in das Deutsche Institut von Lebensmittel ihren Hersteller des Vertrauens mit einer Kapazität von 10 000 bis 100 000 Halme pro Tag.

 

Auf der nächsten Party solltet ihr die Halme von Eatapple kaufen. Neben dem Cocktail schlürfen, kann hinterher der Apfel-Trinkhalm noch weggesnackt werden. Klingt ziemlich cool, würd' ich sagen!

 

Viel Spaß beim Feiern, bis nächste Woche.

 

Lisa

 

 

Quelle: wisefood

Vorschau- und Eintragsbilder: wisefood