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Weg mit Plastiklöffel, her mit Spoontainable

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Foto: Spoontainable

Heute gibt es wieder ein spannendes Interview für euch. Ich habe mit Julia am Telefon über die Unternehmensgründung von Spoontainable gequatscht und wie die Idee zustande kam. Nur so viel vorweg: Sie stellen essbare Eislöffel her! Geil! Und wenn wir Glück haben, können wir nächstes Jahr unser Eis samt dem Löffel essen.

 

Interview - Spoontainable

 

Hallöchen, Julia! Danke für deinen Anruf. Wer steckt denn hinter „Spoontainable“?

 

Hinter Spoontainable stehen insgesamt 7 Studentinnen, davon sind drei die Gründerinnen: Amelie, Anja und ich (Julia). Wir alle studieren an der Universität Hohenheim. Amelie und ich studieren Management im Master, Anja studiert Ernährungsmanagement im Bachelor.

 

 

Was ist „Spoontainable“?

 

Spoontainable ist ein Start-Up,  welches 2017 im Rahmen einer Studentengruppe an der Universität Hohenheim gegründet wurde. Ziel war ein nachhaltiges Projekt durchzuführen. Nach langen Überlegungen haben wir uns für einen essbaren Eislöffel entschieden. Wir haben viel herumexperimentiert, bis wir auf die optimale Rezeptur gestoßen sind - eine Mischung aus Mehl und Pflanzenfasern. Die WG-Küche war nicht mehr wegzudenken. Der essbare Eislöffel ist mit einem Keksteig vergleichbar, die Konsistenz ist nur etwas anders. Aktuell haben wir 5 Geschmacksrichtungen: Schokolade, Vanille, Zimt, Erdbeere und Zitrone.

 

Als das studentische Projekt sich dem Ende näherte, war uns dann klar, dass wir mit Spoontainable weitermachen möchten. Aus der Studentengruppe wurde ein Unternehmen. Wir haben die Rezeptur als Patent angemeldet und eine Crowdfundingkampagne gestartet, damit wir die Produktion finanzieren können.

 

Nach vielen Gesprächen mit verschiedenen Lebensmittelproduzenten haben wir nun unseren Partner des Vertrauens gefunden. Aktuell sind wir noch in der Testphase bei der Produktion und optimieren die Löffel marktreif. Im Frühjahr könnt ihr dann hoffentlich das Eis mit unseren Löffel essen!

 

 

Was ist/war eure größte Herausforderung bzgl. Spoontainable?

 

Das Geld! Es war ein ewiger Teufelskreis. Unsere Gedanken drehten sich ständig um die Frage: Wie kommen wir an Geld? Die Unternehmensgründung, die Patentanmeldung, das kostete alles was - und das nicht wenig. Wir bekamen allerdings viel Unterstützung von Freunde und Familie.

Eine andere Herausforderung war das Crowdfunding – es war sehr zeitintensiv und kostete uns viele Nerven.  Die Zukunft von Spoontainable war ja davon abhängig. Entweder erreichen wir das Geld und können weitermachen – oder halt nicht. Aber mit unseren tollen Community auf Social-Media und den ersten Radiobeitrag auf SWR bekamen wir große Aufmerksamkeit und somit auch noch mehr Unterstützung.

 

 

Was wollt ihr den Lesern unbedingt mitteilen?

 

Einfach trauen und an sich glauben, Chancen und Herausforderungen nutzen. Als Studentin wird man gerne unterschätzt und belächelt was Projekte betrifft – das haben wir als reines Frauenteam bei Spoontainable gemerkt. Deswegen: Nicht unterkriegen lassen. Auch nicht von der Bürokatie. Irgendwie wird das schon! 

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Foto: Spoontainable